Früher: Kuhstall
Das Gewölbe
Küche, Esstisch und Kaminlounge teilen sich das Gewölbe. Die Granitsäulen sind original. Dazwischen steht unsere fünf mal zwei Meter große Eichentafel.
„Je bequemer die Stühle, desto länger der Abend.“
Der Hof · seit Generationen bewohnt
Seit acht Generationen gehört der Hof zur Familie. 2018 haben wir ihn übernommen und die Sanierung in eigener Bauleitung mit viel Eigenleistung umgesetzt. Seit 2021 wohnen wir hier.
Durch die Räume Kooperation anfragen
Geschichte
Sabrina ist direkt nebenan aufgewachsen und hat hier im Heu gespielt. Zuletzt lebten ihre Großeltern auf dem Hof.
Abreißen kam für uns nie infrage.
Die Spuren des Hofes reichen bis ins 17. Jahrhundert, 1906 und 1912 wurde er zuletzt groß umgebaut. Als Sabrinas Großvater starb, stand das Haus zum ersten Mal seit Jahrhunderten leer.
2018 haben wir ihn übernommen. Wir wollten die alten Räume erhalten und wieder darin wohnen. Also haben wir angefangen.
Chronik
Über drei Jahrhunderte, wechselnde Familiennamen und ein Hof, der immer wieder verändert wurde. Vieles davon steht bis heute in alten Kirchenbüchern, handschriftlichen Hausbüchern und historischen Bauplänen.
Der Überlieferung nach entstand der Hof um 1660. Die älteste schriftliche Spur ist ein Kirchenbuch von 1694, in dem der Hofname auftaucht. Wann genau das Anwesen gegründet wurde, lässt sich nicht mehr belegen.
In den Kirchenbüchern taucht der Hofname über Generationen immer wieder auf, obwohl die Bewohner anders heißen. 1752 lassen sich Vater und Sohn mit dem Hof verbinden, 1787 und 1814 heiraten Töchter des Hofes, und mit ihnen kommt jeweils ein neuer Familienname. Der Hofname bleibt.
Eine alte Katasterkarte zeigt das Wohnhaus und zwei Wirtschaftsgebäude dicht beieinander um einen kleinen Hofraum. Die Anordnung ist bis heute in wesentlichen Teilen erkennbar.
Die erhaltenen Baupläne zeigen ein schmaleres, niedrigeres Wohnhaus mit einem Wohngeschoss und hohem Satteldach. Ein Teil der alten Mauern wurde später weiterverwendet.
Der Wirtschaftstrakt wird umgebaut. Es entsteht ein gemauerter Gewölbestall mit mehreren Gewölbekappen und massiven Stützen, gebaut für den Betrieb. Hundert Jahre später wird er der prägendste Raum unseres Zuhauses.

Der Wohntrakt wird verbreitert, erhöht und an den vergrößerten Wirtschaftsteil angepasst. Die Bauzeichnungen sind erhalten. Die heutige Gestalt des Hofes geht auf diese Jahre zurück.

Die Viehhaltung endet. Stall, Heuboden und Wirtschaftsräume verlieren ihre Aufgabe, einige dienen nur noch als Lager.
Zuletzt wohnen hier Sabrinas Großeltern. Danach steht das Haus leer, Feuchtigkeit und Alter hinterlassen Spuren.
Eine Renovierung reicht nicht, Jahrzehnte haben Spuren hinterlassen. Ein Neubau wäre einfacher. Wir entscheiden uns für die alte Substanz.

Über 400 Kubikmeter Schutt, 14 Monate Rückbau, der Boden stellenweise um fast 1,80 m abgetragen. Stahlträger sichern das Gewölbe, große Sprossentüren bringen Licht in den ehemaligen Stall. Zum großen Teil in Eigenleistung.
Wir dokumentieren den Umbau auf Instagram. Aus dem Bautagebuch wird eine Plattform für Interior, Architektur und Design.
Wir ziehen ein, während um uns herum noch gebaut wird. Ein modernes Zuhause mit Gewölben, alten Mauern und vielen Spuren seiner Vergangenheit.

Wo früher Heu lag, gestalten wir mit dem Münchner Studio 1zu33 das Wohnzimmer-Loft neu. Alte Bausubstanz, zeitgenössisch eingerichtet.

Ein historischer Schachtbrunnen mit altem Holzkasten, jahrzehntelang außer Betrieb, bekommt wieder eine Pumpe. Wie alt er ist, bleibt eines der ungelösten Rätsel des Hofes.
Der Garten mit roos buske Garten, dazu Eingangsbereich und Flur. Alle Projekte
Wir möchten die Geschichte des Hofes nicht neu erfinden. Wir möchten sie weiterschreiben.
Sanierung
In eigener Bauleitung. Wir haben selbst entkernt, Schutt ausgetragen und erhalten, was noch zu erhalten war. 2021 sind wir eingezogen, gebaut haben wir weiter.
Stahlträger sichern das alte Gewölbe. Sprossentüren bringen Licht in den ehemaligen Stall. Bei der energetischen Sanierung hat uns ein Energieberater begleitet; KNX-Technik steuert heute das Smart Home.
Räume
Aus dem Kuhstall wurden Küche und Essbereich, aus dem Heuboden unser Wohnzimmer-Loft. Gewölbe, Säulen und Balken erinnern noch an die frühere Nutzung.
Früher: Kuhstall
Küche, Esstisch und Kaminlounge teilen sich das Gewölbe. Die Granitsäulen sind original. Dazwischen steht unsere fünf mal zwei Meter große Eichentafel.
„Je bequemer die Stühle, desto länger der Abend.“
Früher: Heuboden
2026 haben wir unseren Wohnraum mit dem Münchner Studio 1zu33 neu gestaltet. Ein raumhohes Regal teilt den Raum. Der Fernseher verschwindet hinter Stoff, die alten Balken bleiben sichtbar.
Hier lesen wir, sitzen zusammen und drehen viele unserer Beiträge.
Wohnzimmer-Loft: Konzept und Gestaltung 1zu33, München. Fotos: Melina MacPherson für 1zu33.
Früher: Getreidelager
Vorne Badewanne und Waschtisch, hinten Dusche und WC. Eiche und Fliesen in Steinoptik bestimmen den Raum.
Die Wege durchs Haus
Durch die alte Heuluke führt heute eine Eichentreppe. Unten liegt Sichtestrich, oben Eichenparkett.
Draußen
Granitstufen, ein Innenhof und der Birnbaum an der alten Mauer. Draußen verändert sich der Hof mit den Jahreszeiten.
Material
Die Granitsäulen und Balken waren schon da. Dazu kommen Eiche, Leinen und Naturstein. Hier sieht man, wo wir welches Material verwendet haben.
KalkGewölbe, weiß geschlämmt
GranitSäulen und Stufen
SichtestrichBoden im Gewölbe
AltholzDachstuhl
EicheBoden im Wohnzimmer-Loft, Treppen
LeinenVorhänge
Marmorgrün, im Wohnzimmer-Loft
NussbaumSchränkeMuster aus unseren Räumen. Wohnzimmer-Loft: Konzept und Gestaltung 1zu33, München. Fotos: Melina MacPherson für 1zu33.
Wie es weitergeht, zeigen wir auf Instagram. Weiter auf @hof_no47
Kooperationen & Media Kit
Eine Marke, ein Produkt, eine Idee.
Wir melden uns persönlich und besprechen die nächsten Schritte.
+49 89 5419 50 50Mo–Fr, 9–18 Uhr